Enkaustik - was ist das?

Eine jahrtausende alte Technik - die Kunst mit Wachs & Feuer zu malen.

  • Antike Maltechnik

    Enkaustik stammt aus der Antike und ist viel älter als zB die Ölmalerei. Auf ägyptischen Mumienporträts, Wandmalereien in Pompeji, der Trajansäule in Rom sind Spuren von Enkaustik entdeckt worden. Auch einige sehr alte christliche Ikonen zB im Katharinenkloster auf dem Sinai sind in Enkaustik-Technik gearbeitet.

    mehr zur Geschichte der Enkaustik 
  • Natürliche Materialien

    Bienenwachs, Damar Baumharz, Schellack, wenn möglich natürliche Pigmente und Holz als Malgrund - Enkaustik bietet die Möglichkeit nahezu ohne künstliche Malmittel, Verdünner und Chemikalien auszukommen.

  • Schmilzt nicht an der Wand

    Enkaustik ist sehr langlebig, denn Bienenwachs und Damar-Harz wirken selbst wie eine Versiegelung - die Kunstwerke werden nicht vergilben oder nachdunkeln. Die Beigabe von Damar erhöht den natürlichen Schmelzpunkt des Wachses auf über 70 °C.

    mehr Hinweise zur Handhabung 
  • Dimensionen "heiß & kalt"

    Die Pigmente werden in heissem Wachs gelöst und der Auftrag erfolgt im warmen Zustand. Sobald das Wachs erkaltet ist, kann es nicht mehr vermalt werden. Also wird es immer wieder erwärmt und viele Schichten übereinander aufgetragen und miteinander verschmolzen.

  • Malen mit der Flamme

    Ein Grossteil meiner Kompositionen entsteht durch die sogenannte Schellack-Burn-Technik. Auf das erkaltete Wachs wird pigmentierter Schellack aufgetragen und nach kurzer Trockenzeit mit dem Gasbrenner stellenweise erhitzt so dass er aufbricht und wunderbare Netzstrukturen entstehen.

  • Tiefeneffekt

    Enkaustik-Gemälde sind berühmt für ihre Transparenz und Tiefe. Das Licht wird durch die verschiedenen Wachsschichten bis hinunter zum Malgrund selbst reflektiert. Durch den Wechsel von transparenten und opaken Schichten und den Schellackelementen entsteht einen wunderbare Tiefenwirkung.